Das Rütli gehört allen – oder – Demokratie
ist lernbar!
Aus dem Munde der ehemaligen Bundesrätin Ruth
Dreifuss stammt die Aussage: “La Suisse n’existe pas!“.
Nicht weniger schweizfeindlich ist die Aussage des SVP-Präsidenten
Ueli Maurer: “Das Rütli ist nicht mehr als eine Wiese
mit Kuhsch…!“. Ja gewiss, da hat Ueli Maurer mit seiner
unbedachten Äusserung wirklich in die Sch… gelangt.
Nicht mal mehr der Uebervater der SVP, Christoph Blocher konnte
zuletzt diese dümmlichen Worte des SVP-Parteipräsidenten
ins richtige Licht stellen!
An ihren Taten sollt ihr sie erkennen
Eines ist sicher: Ueli Maurer hat in dieser Sache
nur das ausgesprochen, was er wirklich denkt. Das Rütli ist
für ihn und viele andere SVP-Grössen wenig wichtig. Wichtig
sind nur Macht, Geld und Einfluss! Die SVP ist doch heute nicht
viel mehr als eine etwas bessere FDP, bloss noch mit etwas “nationalem“ Anstrich!
Das Neuste zuerst: Die SVP des Kantons Uri will eine kantonale
Initiative lancieren, mit dem Ziel, dass auf der Rütliwiese
(Urner Kantonsgebiet!) keine nationale 1. Augustfeier mehr stattfinden
darf. Glaubt jemand, dass die Urner SVP eine solche Sache ohne
Einverständnis der schweizerischen Parteizentrale an die Hand
nimmt?
Jetzt wissen wir, wie patriotisch die SVP wirklich ist!
Am vergangenen 2. August hörten wir im Radio
DRS in den Morgennachrichten die Namen von Frau Bundesrätin
Micheline Calmy Rey und Ruth Genner, Parteipräsidentin der
Grünen. Beide verlangten - sie waren ja an der Rütlifeier
- , dass die Kosten für künftige Rütlifeiern vom
Bund übernommen werden sollen. Wahrlich, diese Politikerinnen
haben den Text, resp. die Forderungen, unserer Rütli-Petition
gelesen und als gut befunden. Bravo!
Regentin Judith Stamm?
Am 5. August strahlte das Radio-Regionaljournal Innerschweiz
ein Interview mit der (noch)-Präsidentin der Rütlikommission,
alt Nationalrätin Judith Stamm, aus. Stamm erklärte,
dass sie glücklich sei, dieses Amt nach den immer wieder aufgetretenen
Turbulenzen demnächst in andere Hände geben zu können.
Sie meinte auch, dass das Rütli demokratisch gesinnten Bürgern
immer offen stehen würde. Dieses Jahr sei die Rütli-Feier
wunderbar über die Bühne gegangen. “Alle seien
zufrieden!“. Das “Alle“ verwendete sie in ihren
Aeusserungen gar mehrmals. Die “staatstreue“ Frau Stamm
realisiert aber bis heute nicht, dass sie und ihre “Fan-Gemeinde“ es
ist, welche die demokratischen Spielregeln rund ums Rütli
massivst verletzt haben (kein freier Zugang zum Rütli am 1.
August; zudem Ticket und Personenkontrolle angeordnet).
Mit offenen Augen und Ohren…
Dass sich am diesjährigen (Frauen)-Anlass der
Bundesratsparteien auf dem Rütli (jedoch ohne SVP, da das
Rütli bloss eine Wiese mit ? sei!) am 1. August niemand getraute,
irgend ein kritisches Wort zu sagen, verlief alles nach Wunsch
der Classe Politique. Sogar Linke präsentierten sich am 1.
August auf der Rütliwiese in Kurzarmleibchen mit aufgedrucktem
gut sichtbarem Schweizer Kreuz auf der Brust. Wir wissen jedoch,
dass das Zur-Schau-Stellen eines textilen Zeichens von Heimatliebe
diese “Schauspieler“ noch lange nicht zu wirklichen
Patrioten macht! Viele Bürgerliche verdienen eine nicht bessere
Beurteilung! Uns entgehen deren schweizerfeindliche Äusserungen
und Taten keineswegs – weder auf dem Rütli - noch im
Alltag an den übrigen 364 Tagen des Jahres! Bekanntlich lässt
sich beim Gut-Zuhören die Spreu leicht vom Weizen trennen!
29.09.07 Markus Borner, Basel
|